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Kurzarbeit auf der Peene-Werft Wolgast: Hiobsbotschaft mit Ansage!

Vor dem Hintergrund  politischer Unsicherheiten wird der Bau der von Saudi-Arabien bestellten Patrouillenboote mit sofortiger Wirkung gestoppt, die Mitarbeiter der Werft werden in Kurzarbeit versetzt. Dazu erklärt der innen- und friedenspolitische Sprecher der Linksfraktion, Peter Ritter:

„Für die Betroffenen ist dies eine Hiobsbotschaft, eine Hiobsbotschaft mit Ansage. Zu lange wurde auf Vertrauen in die saudi-arabische Diktatur gesetzt, zu lange wurden Forderungen nach einer gemeinsamen Suche nach Alternativen für den Erhalt des Schiffbaustandortes in Wolgast abgelehnt. So erfuhr auch der auf der Oktobersitzung des Landtages von meiner Fraktion eingebrachte Vorschlag im Rahmen einer Konversionspartnerschaft zwischen Bund, Land, Werft-Eigner, der IG Metall, dem Betriebsrat der Peene-Werft und der Stadt Wolgast gemeinsam über notwendige Schritte zum Erhalt der Arbeitsplätze jenseits von Rüstungsaufträgen zu beraten, keine Zustimmung. Wirtschaftsminister Glawe begründete seine Ablehnnung damit, dass zunächst der Eigner der Werft gefragt sei, er mit diesem und der Bundesregierung selbstverständlich bereits Gespräche führe. Auch Vorpommern- Staatsekretär Dahlemann führte aus, dass bereits an einer Strategie für die Werft gearbeitet werde und es unseriös sei, bereits jetzt über Details zu reden.

Selbstverständlich ist auch meiner Fraktion klar, dass Alternativen nicht von heute auf morgen entwickelt werden können – wir fordern dies aber bereits seit fünf Jahren. Passiert ist gar nichts. Die Beschäftigten auf der Werft sind heute die Leidtragenden dieser Verweigerungshaltung. Angesichts der jetzt eingetretenen Lage erwarten wir von der Landesregierung endlich konkrete Initiativen zur künftigen Absicherung des Schiffbaus in Wolgast sowie Unterstützung der Geschäftsführung und des Betriebsrates bei den Gesprächen u.a. mit der Agentur für Arbeit, um die Belastungen für die Beschäftigten in Zeit und Umfang so gering wie möglich zu halten.“