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Kleines Budget und große Vielfalt im Bereich Städtepartnerschaften

Zur Antwort des Oberbürgermeisters auf die Anfrage "Städtepartnerschaften der Landeshauptstadt Schwerin" erklärt Henning Foerster, Stadtvertreter der Fraktion DIE PARTEI.DIE LINKE:

"Städtepartnerschaften leben, jenseits des Austausches von Stadtverwaltungen, seit jeher davon, dass sich Bürgerinnen und Bürger begegnen und kennlernen können. Dies gilt für jedes Alter und verschiedenste Bereiche. Ob Schüleraustausch, wechselseitige Ausstellungen und Konzerte, Städtereisen oder Sportveranstaltungen, immer geht es darum durch persönliche Erfahrungen Neugier zu wecken und Verständnis für andere Kulturen und Lebensweisen zu entwickeln. Daher ist es bedauerlich, dass Beschlüsse der Stadtvertretung, zum Beispiel jährlich eine Bildungsreise in eine Partnerstadt vorzusehen aus verschiedensten Gründen nicht in die Tat umgesetzt werden konnten. Hoffnung machen die Planungen diese in den kommenden drei Jahren durchzuführen und dafür die Jubiläen der Partnerschaften mit Vaasa und Tallin zum Anlass zu nehmen. Wenig überraschend hat die Corona Krise auch in diesem Bereich Spuren hinterlassen. So endete die geplante Radtour des ADFC Schwerin nach Reggio Emilia in diesem Jahr in München. Doch auch alt bekanntes soll offenbar wiederbelebt werden. So sollen Schülerinnen und Schüler aus den Schweriner Grundschulen Gelegenheit erhalten, über die gute alte Brieffreundschaft mit Mädchen und Jungen aus den Partnerstädten Kontakte aufzubauen. Schließlich ist geplant, die Partnerstädte auf der 6. Schweriner Wissenschaftswoche in der Landeshauptstadt zu begrüßen. Die Antworten auf meine Anfrage zeigen, was vielen gar nicht bewusst ist. Mit einem kleinen Budget von derzeit 11.500 Euro und einer Viertelpersonalstelle unterstützt die Landeshauptstadt den durchaus vielfältigen Austausch. Die Aktivitäten sollten aus meiner Sicht noch viel stärker bekannt gemacht werden, denn niemals war der grenzüberschreitende Austausch wichtiger als in den jetzigen, unruhigen Zeiten. Im Sinne eines 'Europa von unten' vermisse ich in der Auflistung internationale Schulpartnerschaften. Regelmäßige Austauschreisen, idealerweise mit der Unterbringung in Gastfamilien, knüpfen bekanntlich noch engere Bande, die im besten Falle über die Schulzeit hinaus tragen."