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DIE LINKE. Stadtfraktion Schwerin bei der Kita gGmbH

Das 10- jährige Jubiläum der Kita gGmbH nahm die Linksfraktion zum Anlass, ihre Fraktionssitzung vor Ort im Kindergarten „ Anne Frank“ in Lankow durchzuführen. Anhand einer Power-Point-Präsentation erläuterten die beiden Geschäftsführerinnen Anke Preuß und Marlies Kahl die Entwicklung der städtischen Kita gGmbH. „Ein stolzes Unternehmen“ so Gerd Böttger Fraktionsvorsitzender „mit beeindruckender Bilanz.“ Einige Fakten: 23 Standorte davon 4 Horte an Schulen und 2 Integrationseinrichtungen, durchweg individuelle Konzeptinhalte von der Reggiopädagogik über Umwelt-, Kneipp- und Sport-Kita bis hin zur 24-Stunden-Kita. Alle Kindertageseinrichtungen (außer Hort an den Schulen) haben von 6.00 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnet, davon eine Kita bis 18.00 Uhr; eine Kita bis 20.30 Uhr und eine Kita 24 Stunden an 365 Tagen. 98% aller Kinder nehmen an der Mittagsversorgung teil. Bei der Kita gGmbH Schwerin sind 260 Mitarbeiter/innen zurzeit beschäftigt, davon sind 226 staatl. anerkannte Erzieher/innen. Ca.150 Mitarbeiter/innen sind Vorschulerzieherinnen, Musikpädagoginen, Gesundheitserzieher, Heilpädagoginnen, Elterntrainer u.s.w. Im Februar 2011 werden insgesamt 2446 Kinder in der Kita gGmbH betreut. Dafür bedankte sich der Vorsitzende Gerd Böttger nochmals bei allen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen.

Die Aussprache mit den Geschäftsführerinnen wurde mit großer Anerkennung  und  Respekt für das bisher Erreichte geführt. Die finanzielle Absicherung der Arbeit dominierte das Gespräch:

- Wie setzen sich die Platzkosten für Krippe - Kita - Hort zusammen?

- Welchen Anteil übernehmen Land und öffentlicher Träger der Jugendhilfe?

- Wieviel Geld muss/ will/ kann die Stadt aus ihrem Haushalt bereitstellen?

- Wie hoch können Eltern noch belastet werden?

„Für alle erkennbar ist, daß nach wie vor die finanzielle Absicherung der Arbeit im Kinderbetreuungsbereich durch Land und Kommune nicht ausreicht, um den berechtigten Ansprüchen an die Qualität der Bildung und Erziehung in Krippen, Kindergarten und Hort zu realisieren ,“ fasste Erika Sembritzki Sozialausschussvorsitzende und Fachexpertin auf dem Gebiet der Vorschulpädagogik, die Diskussion zusammen. Der Bedarf an qualitativer und anspruchsvoller Kinderbetreuung wird zunehmen. Vorhandene Infrastrukturen werden über künftige Ansiedlungen von Familien und Unternehmen entscheiden. Der sozialpolitische Anspruch auf Bildung, Erziehung und Betreuung ist gesetzlich fixiert und damit auch zu erfüllen. Gut ausgebildetes Personal, ständige Fort- und Weiterbildung, Zeiten  für Vor- und Nachbereitung sowie Elternarbeit, einschließlich der Garantie für tarifgerechte Entlohnung der Beschäftigten haben ihren Preis. Dem muß Rechnung getragen werden, angefangen bei einer finanziellen Beteiligung des Bundes. Ziel bleibt deshalb bei der Linksfraktion die Vorderung, schrittweise den Übergang für eine kostenfreie Betreuung aller Kinder in Krippen, Kindergärten und im Hort zu ermöglichen, wenn es die Eltern wollen. Dabei sind alle Träger,  kommunale und freie, gleichermaßen zu berücksichtigen.