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Debatte zu Pfandringen seriös führen

Zur Berichterstattung über das Modellprojekt Pfandringe erklärt der Fraktionsvorsitzende Henning Foerster:

„Ob der Berichterstattung zum Modellprojekt Pfandringe erreichten mich in den letzten Tagen mehrere Zuschriften von Menschen, die von der Möglichkeit ihre Pfandflaschen sauber abzustellen, statt sie achtlos in die Mülleimer an den bestehenden Standorten zu werfen, regelmäßig Gebrauch machen.

Vor allem am Hauptbahnhof wird die bestehende Möglichkeit demnach gern genutzt. Nach den Beobachtungen dieser Leute wechseln die Pfandflaschen auf diesem Wege oft binnen Minuten den oder die Besitzer/in. Vielfach werde ich gefragt, wie es die Verwaltung bzw. SAS und SDS denn geschafft haben wollen, über 17 Monate an 5 Standorten in der Stadt zu beobachten, das lediglich 2 Pfandflaschen den Weg in die Pfandringe gefunden haben. Wurden die Standorte etwa mit Kameras überwacht? Stand permanent jemand in der Nähe? Wohl kaum!

Die Frage, wie seriös eine solche Darstellung daher ist, mag sich jeder selbst beantworten. Offenbar geht es aber gar nicht um eine nüchterne Betrachtung, sondern darum das Anliegen und den Initiator des Ganzen zu diskreditieren. Das ist bedauerlich. Dass die Pfandringe in Schwerin nicht in dem Maße genutzt werden, wie vielleicht in anderen und vor allem größeren Städten ist wohl zutreffend.

Vor diesem Hintergrund ist die Entscheidung der Verwaltung, die angeschafften Exemplare hängen zu lassen, aber keine neuen zu beschaffen auch nachvollziehbar. Das ist das nüchterne Ergebnis eines interfraktionell beschlossenen Modellprojektes. Den Eindruck zu erwecken, hier sei wahnsinnig viel Geld sinnlos verbrannt worden, halte ich dagegen für unangemessen.

Jedem Schweriner würden vermutlich andere Dinge einfallen, auf die eine solche Beschreibung eher zutrifft. Pfandringe kommen inzwischen deutschlandweit zum Einsatz. Sie dienen vor allem einem Zweck, Pfandsammlern, egal welcher Couleur das unwürdige Herumwühlen in Mülleimern zu ersparen. Nicht mehr und nicht weniger.“