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Beim Thema Schulgärten gibt es in Schwerin noch reichlich Luft nach oben

Zur Antwort des Oberbürgermeisters auf die Anfrage Schulgärten in der Landeshauptstadt Schwerin erklärt Henning Foerster, Stadtvertreter der Fraktion Die PARTEI.DIE LINKE:

„Mit der IGS Berthold Brecht (200 qm) und der Grundschule John Brinckmann (900 qm) verfügen aktuell nur noch zwei Schulen im Stadtgebiet über einen klassischen Schulgarten. Andere haben zumindest Alternativangebote, wie das Goethe Gymnasium (Goethes Grüne Welle), die Albert Schweitzer Schule (behindertengerechtes Hochbeet), die Erich Weinert Schule (grünes Klassenzimmer), das Mecklenburgische Förderzentrum (behindertengerechte Hoch- und Außenbeete) oder die Grundschule Lankow (Gartenanlage im Innenhof). Die Grundschule Nordlichter plant eine entsprechende Anlage.

Zuständig für die Finanzierung ist die Landeshauptstadt Schwerin als Schulträger, die organisatorische Verantwortung für die Anlagen und deren Pflege liegt bei den Schulen. Ein Fach Schulgartenunterricht, wie man es viele noch aus der Vergangenheit kennen, gibt es heute nicht mehr. Stattdessen sind verbindliche Ziele, die den Kindern im Rahmen der Pflege von Schulgärten vermittelt werden sollen, unter anderem im Rahmenplan Sachunterricht geregelt. Das Land, zuständig für den zu vermittelnden Lehrstoff, sieht in Schulgärten heute fakultative Lernorte, die gut geeignet sind, die Entwicklung und Veränderung von Pflanzen zu beobachten und zu dokumentieren, Wachstums-und Entwicklungsbedingungen von Pflanzen durch Experimente bestimmen sowie für die Pflege von Pflanzen und damit ein schöneres Schulumfeld, Verantwortung zu übernehmen.

Darüber hinaus wird die Einrichtung von Schulgärten auf Landesebene auch als gute Möglichkeit gesehen, leerstehende Gärten weiterhin sinnvoll zu nutzen. Dadurch könnte gleichzeitig ein attraktives Angebot an nahe liegende Schulen unterbreitet werden, diese Gärten, auch unter Anleitung und mit Unterstützung von erfahrenen Gärtnerinnen und Gärtnern der betreffenden Anlage, zu bewirtschaften. Vielleicht ja auch eine Idee, die von der einen oder anderen Schule in der Landeshauptstadt Schwerin künftig aufgegriffen werden kann. In Zeiten erhöhter Sensibilität für Natur- und Umweltfragen wäre dies wünschenswert. Denn im Schulgarten können die Kinder Kreisläufe der Natur erfahren: Sie pflanzen, beobachten das Wachstum, ernten und bereiten aus den Erträgen Essen zu. So begreifen sie durch ihr eigenes Handeln und erleben wichtige Zusammenhänge.“