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Vom großen Traum zum neuen Volkstheater für Kunst, Begegnung und kommende Generationen

Zur Grundsteinlegung für das neue Volkstheater Rostock erklärt die kulturpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Elke-Annette Schmidt: 

„Was für ein großartiger Tag für Rostock und für die Kultur in unserem Land! Mit der Grundsteinlegung ist ein Punkt erreicht, auf den Theatermacher:innen, Kulturbegeisterte und politisch Verantwortliche gewartet haben. Am Bussebart entsteht mitten im Herzen Rostocks ein modernes Theater für Schauspiel, Musiktheater, Tanz und Konzert. 

Wer die lange Geschichte dieses Vorhabens kennt, weiß, was dieser Moment bedeutet. Seit den 1990er Jahren wird in Rostock über einen Theaterneubau diskutiert. Es wurde geplant, verworfen, neu geplant, gestritten und immer wieder um Lösungen gerungen. Umso größer darf die Freude heute sein: Aus Zeichnungen und Entwürfen, Beschlüssen und Finanzierungsplänen werden Mauern, Bühnen und Zuschauerräume. Aus einer jahrzehntelangen Idee wird Realität.

Ein Theater ist ein Ort der Begegnung und der Auseinandersetzung, des Nachdenkens und des gemeinsamen Erlebens. Hier wird gelacht, geweint, gestritten, gestaunt und manchmal auch provoziert. Kunst stellt Fragen, eröffnet neue Perspektiven und schafft Räume für gesellschaftliche Debatten. Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung brauchen wir solche öffentlichen Räume mehr denn je.

Das neue Volkstheater wird dafür hervorragende Voraussetzungen schaffen. Rund 650 Zuschauer:innen sollen im großen Saal Platz finden, eine Raumbühne mit bis zu 200 Plätzen eröffnet zusätzliche Möglichkeiten für neue Formate und künstlerische Ideen. Foyer und Gastronomie sollen das Theater ganz bewusst zur Stadt hin öffnen. Genau das ist für uns entscheidend: Ein Volkstheater muss ein Theater für alle sein. Für die regelmäßigen Theatergänger:innen ebenso wie für diejenigen, die vielleicht zum ersten Mal eine Vorstellung besuchen. Für Kinder und Jugendliche, Familien und ältere Menschen. Für Menschen mit unterschiedlichen Einkommen, Geschichten und Interessen. 

Der Neubau ist zugleich eine Investition in die Menschen, die Kultur überhaupt erst möglich machen. Künstler:innen und all die vielen Beschäftigten in Technik, Werkstätten und hinter den Kulissen brauchen zeitgemäße Bedingungen, um ihre Arbeit gut machen zu können. Dass wir heute an diesem Punkt stehen, ist auch dem langen Atem vieler Beteiligter zu verdanken. Unsere Rostocker Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger hat mit Beharrlichkeit und Überzeugung daran gearbeitet, dass dieses Vorhaben Wirklichkeit wird. Auch das Land leistet dazu einen wichtigen Beitrag: Mecklenburg-Vorpommern unterstützt den Neubau mit 51 Millionen Euro. Mecklenburg-Vorpommern unterstützt den Neubau mit 51 Millionen Euro. Das ist gut investiertes Geld in die kulturelle Infrastruktur unseres Landes und in die Zukunft Rostocks. 

Und die Dimensionen sind beeindruckend: Allein die Bodenplatte soll 19.190 Tonnen wiegen, für das gesamte Theater werden rund 27.700 Kubikmeter Beton verbaut und etwa 200 Kilometer Datenkabel verlegt. Elf Geschosse – acht oberirdisch und drei unterirdisch – soll das neue Haus am Ende umfassen. Aber so imposant diese Zahlen auch sind: Entscheidend wird sein, was in diesem Haus passiert: welche Geschichten dort erzählt und welche Debatten von dort ausgehen, wie viele Kinder dort zum ersten Mal Theater erleben und wie viele Menschen gemeinsam einen Abend erleben, über den sie noch lange sprechen. 

Deshalb ist diese Grundsteinlegung auch ein starkes kulturpolitisches Signal. Wer ein Theater baut, schafft Raum für kulturelle Teilhabe, Bildung, Begegnung und Kreativität und stärkt damit eine lebendige demokratische Öffentlichkeit. Jetzt darf die Vorfreude wachsen – genauso wie das Theater selbst. Nach all den Jahren des Wartens ist die Richtung klar: Nach oben! Und wir können es kaum erwarten, dort die erste Premiere zu erleben.“

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