Tourismusakzeptanz und Lebensqualität sind zwei Seiten einer Medaille
Zur Vorstellung der Studienergebnisse zur Tourismusakzeptanz und Lebensqualität durch das Deutsche Institut für Tourismusforschung (DITF) und das Deutsche Wirtschaftswissenschaftliche Institut für Fremdenverkehr (DWIF) im Rahmen des Tourismustreffs M-V erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der Linksfraktion, Henning Foerster: „Viele Jahre lang kannte die Entwicklung des Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern nur eine Richtung, Rekordjahr folgte auf Rekordjahr. Dabei standen stets die Interessen der Gäste, die ökonomischen Kennzahlen und die Ausgestaltung der jeweiligen Tourismusregion als Besuchs- und Erlebnisraum im Vordergrund. Die Interessen der Einheimischen und ihre Akzeptanz für infrastrukturelle und andere Maßnahmen zur Verbesserung der touristischen Rahmenbedingungen wurden vielfach als nachrangig betrachtet. Dabei ist es von elementarer Bedeutung für ein positives Gesamtbild, dass diese von vornherein mitgedacht werden. Die Wissenschaftlerinnen haben heute dargelegt, wie die Tourismusakzeptanz gemessen wird. Nach vier Jahren Forschung zeigt sich, dass der Tourismus unter einem Wahrnehmungsproblem leidet. Zwar wird er inzwischen als wichtiger Wirtschaftsfaktor bewertet, zu oft aber nicht als Treiber der eigenen Lebensqualität gesehen. Dabei verschafft er der jeweiligen Region ein positives Image, befördert den infrastrukturellen Ausbau oder sorgt für den Erhalt von Kulturangeboten. Dennoch sinkt die Akzeptanz deutschlandweit und auch in Mecklenburg-Vorpommern. Einen Königsweg zur Lösung dieses Problems gibt es wohl nicht. Aus meiner Sicht sind gute Löhne für die im Tourismus Beschäftigten, die Möglichkeit am Arbeitsort eine bezahlbare Wohnung zu finden, der Erhalt des traditionellen Ortsbildes, die Lenkung von Besucherströmen und ein stärkerer Fokus auf mehr Qualität statt Quantität zentrale Parameter, wenn es um gute Lebensqualität in touristischen Regionen geht.“
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Datum: 06.11.2023 Nr. 800
Tourismusakzeptanz und Lebensqualität sind zwei Seiten einer Medaille
Zur Vorstellung der Studienergebnisse zur Tourismusakzeptanz und Lebensqualität durch das Deutsche Institut für Tourismusforschung (DITF) und das Deutsche Wirtschaftswissenschaftliche Institut für Fremdenverkehr (DWIF) im Rahmen des Tourismustreffs M-V erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der Linksfraktion, Henning Foerster:
„Viele Jahre lang kannte die Entwicklung des Tourismus in Mecklenburg-Vorpommern nur eine Richtung, Rekordjahr folgte auf Rekordjahr. Dabei standen stets die Interessen der Gäste, die ökonomischen Kennzahlen und die Ausgestaltung der jeweiligen Tourismusregion als Besuchs- und Erlebnisraum im Vordergrund. Die Interessen der Einheimischen und ihre Akzeptanz für infrastrukturelle und andere Maßnahmen zur Verbesserung der touristischen Rahmenbedingungen wurden vielfach als nachrangig betrachtet. Dabei ist es von elementarer Bedeutung für ein positives Gesamtbild, dass diese von vornherein mitgedacht werden.
Die Wissenschaftlerinnen haben heute dargelegt, wie die Tourismusakzeptanz gemessen wird. Nach vier Jahren Forschung zeigt sich, dass der Tourismus unter einem Wahrnehmungsproblem leidet. Zwar wird er inzwischen als wichtiger Wirtschaftsfaktor bewertet, zu oft aber nicht als Treiber der eigenen Lebensqualität gesehen. Dabei verschafft er der jeweiligen Region ein positives Image, befördert den infrastrukturellen Ausbau oder sorgt für den Erhalt von Kulturangeboten. Dennoch sinkt die Akzeptanz deutschlandweit und auch in Mecklenburg-Vorpommern.
Einen Königsweg zur Lösung dieses Problems gibt es wohl nicht. Aus meiner Sicht sind gute Löhne für die im Tourismus Beschäftigten, die Möglichkeit am Arbeitsort eine bezahlbare Wohnung zu finden, der Erhalt des traditionellen Ortsbildes, die Lenkung von Besucherströmen und ein stärkerer Fokus auf mehr Qualität statt Quantität zentrale Parameter, wenn es um gute Lebensqualität in touristischen Regionen geht.“
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