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Sucht- und Drogenpolitik muss vom Bund neu ausgerichtet und finanziell untersetzt werden

Zur heutigen Debatte im Landtag zum Antrag der CDU „Für mehr Prävention und Intervention – Suchtpolitik des Landes neu ausrichten und finanziell untersetzen“ erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der Linksfraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern, Torsten Koplin:

„Drogenkonsum und Sucht in ihren vielfältigen Ausprägungen haben für die Betroffenen und ihre Angehörigen, gerade auch mit Blick auf die Familien und Kinder, gravierende Folgen. Sie haben aber auch gravierende Folgen für uns als Gesellschaft. Deshalb müssen Drogenkonsum und Sucht als gesamtgesellschaftliches Problem und deren Bekämpfung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe betrachtet werden.

Wie wir alle nicht erst aus dem jüngsten Suchtbericht für Mecklenburg-Vorpommern wissen, hat unser Bundesland ein besonderes Drogenproblem. Dabei stellt die Droge Alkohol nach wie vor die häufigste Problematik dar. Aber auch Cannabis und illegale Drogen sind bei uns verbreitet.

Die 24 Sucht- und Drogenberatungsstellen und die Landeskoordinierungsstelle LAKOST leisten eine hervorragende Arbeit unter immer schwierigeren Bedingungen – das ist uns bewusst. Deshalb haben wir die Mittel Förderung der LAKOST aufgestockt und die Ausbildung von 50 neuen Suchtpräventionskräften gefördert. Wir fördern die FASD-Beratungsstelle sowie den Aufbau einer digitalen und einer mobilen Suchtberatung. Wir fördern die Suchtprävention bei Seniorinnen und Senioren und haben darüber hinaus im Oktober 2025 die umfangreiche Landesstrategie Sucht und Prävention verabschiedet. 

Die CDU-Fraktion fordert die Landesregierung in unverantwortlicher Weise auf die Drug-Checking-Projekte im Land zu beenden, wohl wissend, dass diese mit ihrem Informations- und Präventionsansatz Leben retten. Sie beklagt außerdem, dass die Landesregierung im Kampf gegen Sucht und Drogen zu wenig macht.

Im aktuellen Koalitionsvertrag der CDU-geführten Bundesregierung wird das Thema Drogenpolitik zum größten Teil ausgeklammert und dass, obwohl die Drogenpolitik aus 16 Jahren CDU-Regierung unter Angela Merkel krachend gescheitert ist. Die Bundesregierung hat weder Vorhaben benannt, um legale Drogen wie Alkohol und Tabak strenger zu regulieren, noch um den Konsum illegaler Drogen einzudämmen.

Bei allem Zutun der Länder und Kommunen muss vor allem der Bund seine Sucht- und Drogenpolitik neu ausrichten und finanziell auskömmlich untersetzen.“

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