Sprache ist kein Luxus, sondern Schlüssel zur Integration
Zum umfänglichen Zulassungsstopp für Integrationskurse, verkündet durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), erklärt die Vorsitzende der Linksfraktion, Jeannine Rösler:
„Die Linksfraktion schließt sich der scharfen Kritik am vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) ausgesprochenen umfassenden Zulassungsstopp für Integrationskurse im Jahr 2026 an. Ein derartiger massiver Eingriff in die Integrationsarbeit ist nicht hinnehmbar. Er gefährdet unerlässliche Angebote zum Spracherwerb und damit zur Integration von Geflüchteten und Migrant:innen. Auch hier in Mecklenburg-Vorpommern ist zu erwarten, dass durch den Ausschluss freiwilliger Teilnehmender mindestens die Hälfte aller Kursplätze wegfallen wird. Damit stehen nicht nur die Integrationsmaßnahmen in Frage, sondern gleichzeitig sind die Träger von finanziellen und strukturellen Einschnitten betroffen. Wir werten diese integrationspolitische Fehlentscheidung als grobe Missachtung derjenigen, die seit Jahren verlässliche Integrationsarbeit leisten.
Schon jetzt sind die Hürden für viele potenzielle Teilnehmende an Sprachkursen relativ hoch, gerade im ländlichen Raum. Wenn weiteren Betreffenden der kostenfreie Zugang verwehrt wird, erschwert es die Integration ungleich stärker. Dies betrifft im Übrigen auch Menschen, die von Behörden verpflichtet wurden, Integrationskurse zu besuchen – ihnen kann nun vielerorts kein zeitnahes Angebot gemacht werden.
Wir fordern den Bund auf, diese skandalösen Sparmaßnahmen umgehend zurückzunehmen. Wer es mit der Integration geflüchteter Menschen ernst nimmt, darf die Anstrengungen nicht herunterfahren – ganz im Gegenteil: Sprachkurse sind kein Luxus, sondern unverzichtbar für Teilhabe, Arbeitsmarktintegration und ein gutes Miteinander. Sprache ist der Schlüssel zur beruflichen und gesellschaftlichen Integration.“
