Die Linke fordert Böller- und Feuerwerksverbot ab Silvester 2026
Die Fraktion Die Linke in der Stadtvertretung Schwerin bringt einen Antrag für ein stadtweites Verbot von privaten Böllern und Feuerwerkskörpern ab dem Jahreswechsel 2026/2027 ein. Ziel ist es, die Sicherheit der Bevölkerung zu erhöhen, Mensch und Tier besser zu schützen sowie Umwelt- und Gesundheitsbelastungen deutlich zu reduzieren.
„Jedes Jahr aufs Neue erleben wir dieselben Bilder: Verletzte Menschen, panische Tiere, brennende Balkone, überlastete Einsatzkräfte und eine massive Feinstaubbelastung. Das ist ein Ritual, dessen Risiken längst größer sind als sein Nutzen, das zum Stundenwechsel am letzten Dezembertag über uns hereinkommt.“, erklärt der stellv. Vorsitzende der Linksfraktion Dr. Daniel Trepsdorf.
"Jedes Jahr feiert die Welt mit Lärm und Gefahr für Leib und Gesundheit, dass sich das Datum ändert. Ich hoffe, dass wir in Schwerin damit anfangen, gemeinsam zu feiern, dass sich die Welt ändert. Z. B., wenn es um die ausufernde Knallerei am Jahresende geht." so Trepsdorf weiter. - Andere Regionen machen es bereits vor, dass dies gehen kann: östlichen Teil des österreichischen Bundeslandes Tirol, Ganz im Osten von Rügen, auf der Halbinsel Mönchgut, in Teilen von Usedom - überall wird die Böllerei stark eingeschränkt. Massiv gehen die Niederländer voran - hier gibt es ein landesweites privates Böller-Verbot ab 2026.
Nach Einschätzungen der Wissenschaft führt das Silvesterfeuerwerk innerhalb weniger Stunden zu extremen Feinstaubspitzen, die besonders für Kinder, ältere Menschen und chronisch Erkrankte ein ernstes Gesundheitsrisiko darstellen. Hinzu kommen enorme Müllmengen, die Straßen, Parks und Gewässer verschmutzen und hohe Reinigungskosten verursachen.
Auch Feuerwehr, Rettungsdienste und Polizei weisen seit Jahren auf die außergewöhnliche Belastung in der Silvesternacht hin. Brände, Verletzungen und gefährliche Einsätze häufen sich. Vertreter der Einsatzkräfte betonen regelmäßig, dass Silvester eine der einsatzreichsten und gefährlichsten Nächte des Jahres sind.
„Politik muss Verantwortung übernehmen – auch dann, wenn Entscheidungen nicht sofort populär sind“, so die Fraktion weiter. Ein Verbot privaten Feuerwerks bedeute nicht den Verzicht auf gemeinsames Feiern, sondern sei ein Gewinn an Sicherheit, Gesundheitsschutz und Kostenersparnis für die Stadt.
Als Alternative schlägt Die Linke ein zentrales, professionell organisiertes Feuerwerk oder eine moderne Licht- oder Lasershow vor. „So kann das neue Jahr gemeinsam und festlich begrüßt werden – ohne die Risiken und Schäden des privaten Feuerwerks“, betont die Fraktion.
Mit dem Antrag will Die Linke eine sachliche Debatte anstoßen und Schwerin ab Silvester 2026 sicherer, sauberer und lebenswerter machen. - Dies passt auch gut zur UNESCO-Welterbestadt!
