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Krankenhausreform darf nicht losgelöst von ambulanter medizinischer Versorgung erfolgen

Zu den für morgen angekündigten Protesten von Fachärztinnen und -ärzten, Apothekerinnen und Apothekern sowie deren Beschäftigten erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin:

„Nicht allein die Krankenhäuser und die Pflege sind in Not, Probleme gibt es auch bei der ambulanten medizinischen Versorgung. Die Fachärztliche Vereinigung macht morgen gemeinsam mit dem Apothekerverband zu Recht auf die zunehmend schwierige Lage im Bereich der Gesundheitsberufe aufmerksam. Zwei wesentliche Ursachen für die Misere sind aus meiner Sicht die strikte Marktorientierung auch im ambulanten Bereich und das Sparen am falschen Ende. Hinzu kommen eine nicht bedarfsgerechte Versorgungsplanung und falsche Anreize. In der Folge wird ist es immer schwieriger, Fachpersonal in unterversorgten Regionen zu gewinnen.

 

Der bestehende Nachwuchs- und Fachkräftemangel im Bereich der Gesundheitsversorgung ist seit vielen Jahren bekannt, wurde allerdings von der Bundespolitik bislang weitgehend ignoriert. Die jetzt anstehende Krankenhausreform darf nicht losgelöst von der ambulanten medizinischen Versorgung stattfinden. Sie muss vielmehr verknüpft und in wechselseitiger Unterstützung erfolgen.

Die rot-rote Landesregierung arbeitet mit Hochdruck an einer Verbesserung der Rahmenbedingungen in den Gesundheitsversorgung. So muss u.a. die Schulgeldbefreiung für nichtakademische Gesundheitsberufe ein Ziel sein, damit mehr junge Menschen in Ausbildung in Mecklenburg-Vorpommern absolvieren und für eine Beschäftigung hier gewonnen werden können.“

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