Skip to main content

Jugendoffiziere an den Schulen im Rahmen des Beutelsbacher Konsenses

Zum Antrag „Geopolitik im Kontext der Zeitenwende – Die wichtige Arbeit der Jugendoffizierinnen und Jugendoffiziere in Schulen, Hochschulen und Volkshochschulen ausbauen“ erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer und friedenspolitische Sprecher der Linksfraktion, Torsten Koplin:

„Die FDP-Fraktion fordert in ihrem Antrag die Landesregierung auf, u.a. die Zusammenarbeit der Jugendoffiziere und -offizierinnen mit Schulen zu intensivieren. Sie regt damit eine Debatte über die Rolle der Bundeswehr in der politischen Bildung und Sicherheitspolitik an, die schon lange kontrovers diskutiert wird. Selbstverständlich ist es wichtig, Jugendliche über globale Zusammenhänge und Sicherheitspolitik zu informieren. Zugleich ist es aber entscheidend sicherzustellen, dass diese Bildung auf eine verantwortungsvolle Weise erfolgt, die die Rechte und das Wohl der Jugendlichen respektiert, und andere Sichtweisen nicht zu kurz kommen.

Für die Arbeit der Jugendoffizierinnen und -offiziere an Schulen gibt es hinreichend Grundlagen. Über die Nutzung des Angebots entscheidet die örtliche Schule. Insofern gibt es keinen Handlungsbedarf. Meine Fraktion verweist auf den Beutelsbacher Konsens, wonach es neben den Darstellungen zur Bundeswehr auch andere Meinungen und Positionen – etwa von Friedensinitiativen – geben soll. Dies umso mehr, als in jüngster Zeit offenbar eine Neuausrichtung der Bundeswehr angestrebt wird. Nicht anders sind die öffentlichen Äußerungen von Bundesverteidigungsminister Pistorius einzuordnen, der fordert, wir müssten ‚kriegstüchtig‘ werden bzw. die von Bundesaußenministerin Baerbock, die vor ‚Kriegsmüdigkeit‘ warnte.“  

 

Zurück zum Kopf der Seite