Skip to main content

Internationaler Tag der Bildung – MV setzt starke Akzente für Chancengerechtigkeit 

Zum Internationalen Tag der Bildung erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jeannine Rösler:

„Anlässlich des Internationalen Tages der Bildung am 24. Januar unterstreicht die Linksfraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern die Bedeutung von Bildung als Menschenrecht und als Grundlage für soziale Teilhabe, Demokratie und globale Gerechtigkeit. Weltweit haben über 250 Millionen Kinder und Jugendliche keinen Zugang zu Schulen, 763 Millionen Erwachsene können nicht lesen oder schreiben. Diese Zahlen zeigen: Bildung ist keine Selbstverständlichkeit – sie muss politisch geschützt, finanziert und aktiv ermöglicht werden. Bildung entscheidet über Chancen, über Freiheit und darüber, ob Menschen selbstbestimmt leben können.

Mecklenburg-Vorpommern stärkt die Bildung für alle Kinder und Jugendlichen – von der frühkindlichen Förderung bis zur Schule. Besonders deutlich wird das auch im Landeshaushalt: Für 2026 sind erstmals zwei Milliarden Euro für Schule und Kindertagesförderung vorgesehen. Das entspricht 16,6 Prozent des Gesamthaushalts. Ein zentraler Aspekt zur Chancengerechtigkeit bleibt die Beitragsfreiheit in Krippe, Kindertagespflege, Kita und Hort. Allein für die Übernahme der Elternbeiträge sind 238 Millionen Euro im Jahr 2026 eingeplant. 

Auch in die Lernbedingungen an Schulen wird investiert: Über das Schulbauproramm stellen Land und Kommunen gemeinsam bis 2027 insgesamt 400 Millionen Euro für Neubau und Sanierung bereit. Zusätzlich fließen 600 Millionen Euro aus dem Sondervermögen des Bundes in den Schulbau. 

Zudem stärken wir Grundkompetenzen und Demokratiebildung. Seit dem Schuljahr 2025/26 gibt es von der Grundschule bis zur gymnasialen Oberstufe bis zu 14 Stunden mehr Unterricht in Deutsch, Mathematik und Englisch. In der Grundschule wurde das Leseband eingeführt: täglich 20 Minuten feste Lesezeit für die Jahrgangsstufen 1 bis 4.  Gleichzeitig wird politische Bildung früher und verbindlicher verankert – unter anderem durch den Start des Geschichtsunterrichts bereits ab Klasse 5 und die Stärkung des Faches Politische Bildung/Sozialkunde. Auch die Demokratiebildung wird gezielt unterstützt: Die Mittel für Gedenkstättenfahrten wurden deutlich erhöht – von 50.000 Euro (2023) auf 311.000 Euro (2025). 

Bildung ist der Schlüssel für Zusammenhalt und Demokratie. Damit Menschen frei denken, solidarisch handeln und ihre Zukunft selbstbestimmt gestalten können, brauchen Bildung und lebenslanges Lernen überall politische Priorität.“

Zurück zum Kopf der Seite