Demokratie und Freiheit sind die zwei Seiten einer Medaille
Zum 63. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer erklärt die Vorsitzende der Linksfraktion, Jeannine Rösler:
„Die Abriegelung der Grenze nach Westberlin am 13. August 1961 und der Bau der Mauer war ein politischer und moralischer Offenbarungseid des damaligen DDR-Systems. Es gehört dazu, die Ereignisse im historischen Zusammenhang der Ergebnisse des Zweiten Weltkriegs, des entbrannten Kalten Krieges, der Spaltung Europas und der Welt in Ost und West, zu betrachten.
Die Lehre des Mauerbaus aber ist eindeutig: Kein Staat, kein vermeintlich besseres politisches System können das mit dem Mauerbau verbundene Unrecht, die Einschränkung der Reise- und Meinungsfreiheit sowie die Gefahr für Leib und Leben, rechtfertigen. Jegliche Relativierung verbietet sich. Der Mauerbau ist klar zu verurteilen.
Die Mauer wurde zum Symbol für Unfreiheit, für fehlende Demokratie und fehlende Bürgerrechte. Im Herbst 1989 sind viele Menschen in der DDR für Demokratie und Freiheit auf die Straße gegangen und haben die Mauer zu Fall gebracht. Demokratischer Sozialismus braucht Mehrheiten und darf niemals erzwungen werden.
Wir gedenken morgen der Menschen, die an der Mauer zu Tode kamen, die verhaftet und ihrer Freiheit beraubt wurden. Sie sind uns Mahnung, dass Demokratie und Freiheit untrennbar miteinander verbunden sind. Es sind Werte, für die wir uns jeden Tag einsetzen müssen, es sind die zwei Seiten einer Medaille.“
