Bessere Arbeitsbedingungen und mehr Qualität in den Kitas im Fokus
Zur Änderung des Kindertagesförderungsgesetzes (KiföG) erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jeannine Rösler:
„Erzieherinnen und Erzieher üben eine anspruchs- und sehr verantwortungsvolle Tätigkeit aus. Sie sind trotz großer Herausforderungen und Belastungen mit Herz und Seele sowie hoher Fachlichkeit für die Kinder da. Für ihre engagierte Arbeit gebührt ihnen großer Dank.
Mit der KiföG-Änderung verbessern wir die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten und erhöhen weiter die Qualität der Kindertagesbetreuung. Bisherige Anstrengungen haben bereits zu einer verbesserten Personalausstattung geführt. Darauf können und müssen wir aufbauen. Und es bleibt dabei: Eltern zahlen auch künftig keine Beiträge für die Förderung ihrer Kinder in Krippe, Kita und Hort.
Ein wesentlicher Baustein der KiföG-Novelle ist die Absenkung der Fachkraft-Kind-Relation im Kindergarten auf 1:14. Damit haben die Erzieherinnen und Erzieher mehr Zeit, sich um die individuellen Bedürfnisse der Kinder zu kümmern. Gute Bildung von Anfang an ist unser Anspruch. Besonderes Augenmerk legt das Bildungsministerium auf Maßnahmen, pädagogische Fachkräfte zu sichern und zu gewinnen. Dazu gehört die Erweiterung des Fachkräftekatalogs um Personen mit einem Universitäts- oder Fachhochschulabschluss im pädagogischen Bereich und die Aufnahme von Alltagshilfskräften in das Gesetz. Darüber hinaus können künftig auch Studierende der Sozialpädagogik und der Kindheitspädagogik bereits während ihres Studiums in der Praxis als Unterstützung eingesetzt werden.
Azubis, die zu staatlich anerkannten Erzieherinnen und Erzieher für 0- bis 10-Jährige ausgebildet werden, erhalten eine angemessene, mindestens jährlich steigende Vergütung. Bereits jetzt steigen die Auszubildendenzahlen und dies soll sich weiter fortsetzen. Eltern und deren Vertretungen erhalten mehr Mitsprache und Beteiligung in wichtigen Bereichen wie Öffnungszeiten und Essensversorgung.“
