Armutsquote in Mecklenburg-Vorpommern steigt

Zu den aktuellen Ergebnissen des Armutsberichts des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes erklärt der Landesvorsitzende der Linken Mecklenburg-Vorpommern, Hennis Herbst:

„16,8 Prozent der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern sind armutsgefährdet. Das geht aus dem aktuellen Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes hervor. Besonders betroffen sind Kinder, Alleinerziehende und ältere Menschen.

Diese Zahlen sind ein Armutszeugnis für ein so reiches Land wie Deutschland. Während immer mehr Menschen unter steigenden Lebenshaltungskosten leiden, setzt die Bundesregierung ihren Kurs des Sozialabbaus fort. Statt auf Entlastungen wie rot-rot es mit der beitragsfreien Kita und günstigerem ÖPNV für Senioren und Azubis organisiert hat, denken Merz und Klingbeil nur an Kürzungen und Armutsreformen. Dabei treffen Verschlechterungen bei sozialen Leistungen gerade diejenigen, die ohnehin wenig haben.

SPD und CDU versagen bei ihrer zentralen Aufgabe, gesellschaftlichen Zusammenhalt und soziale Sicherheit zu gewährleisten. Wer den Sozialstaat schwächt, verschärft Armut und soziale Spaltung. Davon profitiert niemand – auch die Wirtschaft nicht. Denn wenn den Menschen immer weniger Geld zum Leben bleibt, sinken Kaufkraft und Nachfrage.

Statt Kürzungen braucht es jetzt Investitionen in soziale Sicherheit und gute öffentliche Daseinsvorsorge. Die Antwort auf steigende Armut kann nicht weniger Sozialstaat sein, sondern nur ein stärkerer Sozialstaat, der allen Menschen ein Leben in Würde ermöglicht.“