Aktive Arbeitsmarktpolitik wichtiger denn je
Zum Arbeitsmarktbericht für den Monat Oktober 2023 erklärt der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Linksfraktion, Henning Foerster:
„Noch zeigt sich der Arbeitsmarkt stabil, allerdings weisen Prognosen für die Zukunft auf die Gefahr deutlich steigender Arbeitslosenzahlen hin. Vor diesem Hintergrund sind die von der Bundesregierung angekündigten, drastischen Kürzungen für die Jobcenter kontraproduktiv und inakzeptabel. Vertreter der Regionaldirektion Nord bezifferten letztere für die gemeinsamen Einrichtungen in unserem Land zuletzt auf minus 38 Prozent im kommenden Jahr! Statt einer Kürzungsorgie brauchen wir jedoch gerade jetzt Angebote, um Menschen wieder in Arbeit zu bringen. Anderenfalls wird es schwer, das Erwerbspotential künftig tatsächlich vollständig auszuschöpfen.
Unbestritten ist, dass der Fach- und Arbeitskräftemangel eine der größten Herausforderungen bleibt, auch wenn die Unternehmen aktuell bei Neueinstellungen zurückhaltender sind. Deshalb ist eine aktive Arbeitsmarktpolitik wichtiger denn je. Zielgerichtete Vermittlungen, eine bessere Betreuung, ein stärkerer Fokus auf die Förderung von Weiterbildung und Qualifizierung sowie die Herstellung von Augenhöhe zwischen Jobcenterangestellten und ihren Kunden waren wichtige, mit der Einführung des Bürgergeldes formulierte Ansprüche und Ziele.
Bleibt zu hoffen, dass die Haushaltsberatungen im Bundestag das Zusammenstreichen im vorgesehenen Millionenumfang noch verhindern können. Anderenfalls geraten die mit der Bürgergeldreform selbst gesetzten Ziele in ernsthafte Gefahr.“
