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AfD-Angriff bestätigt die Notwendigkeit der Internationalen Wochen gegen Rassismus

Zur Presseerklärung der AfD-Fraktion M-V zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus, erklärt die Vorsitzende der Linksfraktion, Jeannine Rösler:

 

„Ausgerechnet zum Start der Internationalen Wochen gegen Rassismus fällt der AfD-Fraktion M-V nichts Besseres ein, als gegen antirassistische Initiativen zu hetzen. Damit bestätigt sie unfreiwillig, warum diese Aktionswochen notwendig sind.

 

Die AfD konstruiert einmal mehr die absurde These, Antirassismus führe im Extremfall zu „Rassismus gegen Weiße“. Wer so argumentiert, zeigt vor allem eines: ein grundlegendes Unverständnis davon, was Rassismus eigentlich bedeutet. Rassismus beschreibt nicht einzelne persönliche Kränkungen, sondern strukturelle und historische Formen der Diskriminierung. Menschen mit Migrationsgeschichte oder People of Color erleben in unserer Gesellschaft nachweisbar Benachteiligung – etwa bei der Wohnungssuche, auf dem Arbeitsmarkt oder durch rassistische Anfeindungen und Gewalt. Weiße Menschen werden als gesellschaftliche Mehrheitsgruppe hingegen nicht systematisch unterdrückt. Das ist in der sozialwissenschaftlichen Forschung breiter Konsens.

 

Dass die AfD in diesem Zusammenhang erneut versucht, einzelne Aussagen meiner Kollegin Steffi Pulz-Debler aus dem Zusammenhang zu reißen, ist Teil ihres üblichen politischen Geschäfts: diffamieren statt argumentieren. Ich rufe die AfD-Fraktion ausdrücklich dazu auf, ihre persönliche Hetze gegen demokratische Abgeordnete zu unterlassen.

 

Ebenso unterkomplex ist der Angriff auf Annette Kahane und die Amadeu Antonio Stiftung. Kahane hat auf ein bekanntes gesellschaftliches Phänomen hingewiesen: In Regionen mit wenig Kontakt zu Menschen mit Migrationsgeschichte oder People of Color sind Vorurteile und Ängste oft besonders verbreitet. Genau diese Ängste werden von rechten Parteien wie der AfD gezielt geschürt und politisch instrumentalisiert.

 

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus stehen für Engagement, Aufklärung und Solidarität. In Mecklenburg-Vorpommern setzen sich zahlreiche Initiativen, Vereine und engagierte Bürgerinnen und Bürger für ein respektvolles Zusammenleben ein. Dieses Engagement verdient Unterstützung und Anerkennung – und nicht die polemischen und von bemerkenswerter Ahnungslosigkeit gekennzeichneten Angriffe einer Partei, deren Geschäftsmodell darin besteht, Menschen gegeneinander auszuspielen.“

 

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