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Übergangslösung ohne Kapazitätseinschränkungen ist gute Nachricht für die Schulwerkstätten

Die Aufregung war groß, als der Landtagsabgeordnete und Stadtvertreter der LINKEN Henning Foerster, Mitte Mai die Schulwerkstatt „Fit for Life“ in Lankow besuchte. Denn obwohl die Corona Pandemie erwiesenermaßen die sozialpädagogischen Betreuungsnotwendigkeiten, insbesondere für schulaversive Kinder und Jugendliche noch erhöht hat, sorgte eine Handreichung zur Neuorganisation der Arbeit in den Schulwerkstätten für reichlich Wirbel. Die Praktiker beklagten drohende Kapazitätseinschränkungen sowie die mangelhafte Einbeziehung der Träger. Zum Stichtag 31.03.2021 wurden in Lankow 30 Schülerinnen und Schüler in drei Lerngruppen besonders beschult und sozialpädagogisch begleitet. Foerster wandte sich daraufhin sowohl an die Stadt als auch an das Bildungsministerium.

Ein Antwortschreiben aus der Verwaltung bringt nunmehr Licht ins Dunkel. Im Rahmen der Inklusionsstrategie des Landes wird es künftig eine Neuausrichtung des Förderbereiches für Schülerinnen und Schülern mit besonderem Förderbedarf in der emotionalen-sozialen Entwicklung (eSE). Hier sieht das Schulgesetz ein abgestuftes Förderangebot vor. Als „niederschwelliges“ Angebot können die Schulen sog. Familienklassenzimmer vorhalten. Schülerinnen und Schüler mit ausgeprägtem Förderbedarf im Bereich eSE sollen auch künftig Unterstützung in den Schulwerkstätten finden, die als „mittlere“ Stufe der Förderung fungieren sollen. Für Schülerinnen und Schüler mit einem ausgeprägten eSE-Förderbedarf wird es künftig sogenannte eSE-Klassen geben.

„Die wichtigste Botschaft ist sicherlich, dass meine Anfragen einen Stein ins Rollen gebracht haben. Zwischenzeitlich hat eine Reihe von Abstimmungsrunden stattgefunden. Das kommende Schuljahr wird demnach als Übergangsjahr gesehen und es wird es keine Kapazitätsreduzierung geben. Für die Ausgestaltung in der Folgezeit werden die notwendigen Gespräche unter Beteiligung aller maßgeblichen Akteure, auch der Schulwerkstätten von Caritas und Internationalem Bund in Lankow und im Mueßer Holz fortgesetzt. Die Ergebnisse sollen dann in die Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung einfließen, über die in der Stadtvertretung entschieden wird“, gab sich Foerster, der seit Jahren gute Arbeitsbeziehungen zur Schulwerkstatt pflegt, erleichtert.