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Südbahn – SPD und CDU leisten aktive Sterbehilfe

Zur Ablehnung des Antrages der Linksfraktion „regulären Bahnbetrieb auf der Strecke Parchim – Malchow wieder aufnehmen“ (Drs. 7/3445) erklärt die verkehrspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Dr. Mignon Schwenke:

„Mit der Ablehnung der unverzüglichen Aufnahme von Verhandlungen zur Abwendung von Stilllegungsanträgen für die Bahnstrecken Parchim-Malchow und Plau am See - Güstrow leisten SPD und CDU aktive Sterbehilfe für die Südbahn. Mit der Einstellung des SPNV auf dem Teilstück Parchim-Malchow begann das Sterben auf Raten. Für das Teilstück Malchow-Waren schob das Land die Verantwortung auf den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ab.

In keinem anderen Bundesland ist das Bahnangebot so schlecht wie in M-V und wird eine eindeutig gegen die Bahn gerichtete Verkehrspolitik betrieben. Statt die Bahn fahren zu lassen, werden eine viertel Milliarde Euro im Sondervermögen „SPNV M-V“ gehortet. Eine Million Euro im Jahr wären nötig, um die beiden Bahnstrecken zu retten und ein innovatives Bahn-Bus-Rufbus-Konzept umzusetzen. Ziel bleibt eine durchgängige Südbahn in Landesverantwortung. Das wäre ein konkreter Beitrag, dass sich Menschen im ländlichen Raum nicht abgehängt und von der Politik vergessen und verlassen fühlen und nicht eine ganze Region einfach abgeschrieben wird.

Wird mit der Stilllegung die Bahninfrastruktur sich selbst überlassen und nicht mehr intakt gehalten, schwinden die Chancen auf Reaktivierung der Strecke und eine wieder durchgehende Südbahn. Soweit darf es nicht kommen. Da das Land Hilfe verweigert, muss jetzt die Kommunalpolitik, allen voran der neue Landrat des Landkreises Ludwigslust-Parchim, Stefan Sternberg, umgehend handeln. Er versprach vor seiner Wahl, sich für die Südbahn einzusetzen, dieses Versprechen muss er endlich einlösen.“