Öl- und Gasbohrungen vor der Ostseeküste sind strikt abzulehnen!
Zum geplanten Öl- und Gasförderprojekt vor der polnischen Ostseeküste bei Swinemünde erklärt die Vorsitzende der Linksfraktion, Jeannine Rösler:
„Die Linksfraktion stellt sich voll hinter die Kritik von Umweltminister Dr. Till Backhaus an diesem Wahnsinnsvorhaben. Während wir landauf, landab alle Anstrengungen unternehmen, endlich von fossilen Rohstoffen wegzukommen, sollen hier die Uhren zurückgedreht werden. Gerade für die Tourismus-Inseln Usedom und Wollin sind eine intakte Umwelt und Natur unerlässlich. Derart massive Eingriffe in das sensible Ökosystem wären nicht nur eine wirtschaftliche Katastrophe, sondern hätten irreparable Umweltschäden in der Ostsee und an Land zur Folge.
Es ist ein klarer Verstoß gegen die bilateralen Umweltvereinbarungen, dass Mecklenburg-Vorpommern als direkt betroffene Region nicht informiert worden ist. Solche Projekte sind aus der Zeit gefallen und dürfen schon gar nicht im Alleingang durchgezogen werden. Deshalb ist es richtig und wichtig, dass das Land und allen voran unser Umweltminister Druck machen.
Die Bundesregierung muss sich klar positionieren und Polen auf Einhaltung internationaler Umweltabkommen verpflichten. Letztlich muss allen klar sein: Unsere Zukunft liegt nicht im Öl unter der Ostsee, sondern in einer klimagerechten und friedlichen Energiepolitik, die auf Kooperation, Nachhaltigkeit und Versorgungssicherheit durch Erneuerbare Energien setzt.“
