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In Fragen der Energiesicherheit kennt Rot-Rot keine Sommerpause

Angesichts der Wiederaufnahme der Gaslieferungen durch Nord Stream 1 erklärt der energiepolitische Sprecher der Linksfraktion, Daniel Seiffert:

„Gut, dass nach der Wartung von Nord Stream 1 wieder Gas durch die Leitung fließt. Die Sorgen um die Gaslieferungen aus Russland können damit vorerst wieder geringer ausfallen. Wir gewinnen Zeit, um uns besser vorzubereiten. Auf den kommenden Winter und auf die Zeit danach. Denn kurz- und mittelfristig geht es nicht ohne Erdgas. Umso konsequenter müssen wir jetzt an den Alternativen arbeiten.

Dies sind aber Maßnahmen aus der Mottenkiste, wie sie derzeit auch die CDU wieder hervorholt, nicht. Der Weiterbetrieb der noch laufenden Atomkraftwerke hat kurzfristig keinen Effekt. Sie wurden vor der geplanten Abschaltung auf Verschleiß gefahren und müssten erst aufwändig gewartet und instandgesetzt werden. Und „frische“ Brennstäbe sind aktuell auch keine da. Das Fördern von Frackinggas in Deutschland bringt uns ebenso wenig weiter. Es ist umweltschädlich, stünde frühestens mittelfristig zur Verfügung und die Investitionskosten würden angesichts der gesteckten Klimaziele und des daraus resultierenden begrenzten Förderzeitraums nur durch hohe Verbraucherpreise wirtschaftlich.

Da ist es klüger, die begrenzten finanziellen und personellen Ressourcen direkt in den verstärkten Ausbau der Erneuerbaren zu stecken, also in Wind, Solar, Geothermie und Biomasse aus Reststoffen. Daran und an Notfallplänen arbeiten Landesregierung und Koalitionsfraktionen weiter mit Hochdruck. In Fragen der Energiesicherheit kennen wir keine Sommerpause!“