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Frauen an den Hochschulen: Lieber Verwaltung als Wissenschaft?

Zur Gleichstellung der Geschlechter an Universitäten und Fachhochschulen erklärt die bildungspolitische Sprecherin, Simone Oldenburg:

„Laut statistischem Landesamt waren im Jahr 2020 gerade einmal 35,6 Prozent des hauptberuflichen wissenschaftlichen oder künstlerischen Personals an den Universitäten des Landes Frauen. An den Fachhochschulen sieht es noch düsterer aus, nicht einmal jede dritte Beschäftigte – 30,3 Prozent – war hier 2020 in Wissenschaft und Forschung vollzeitbeschäftigt. 

Deutlich anders sieht es bei den vollzeitbeschäftigten Frauen in der Verwaltung der Universitäten aus. Hier sind sie mit 68 Prozent klar in der Überzahl, während sich die Lage an den Fachhochschulen mit knapp 50-prozentigem Anteil Frauen deutlich ausgeglichener darstellt.

Es kann damit nicht an dem oft bemühten Argument liegen, dass der Gender-Gap auch an den Hochschulen deshalb zustande kommt, weil insbesondere Frauen mit Kindern zur Teilzeit neigen. Vielmehr zeigen die Zahlen, dass die Arbeitsbedingungen in Wissenschaft und Forschung für Frauen offenbar nicht so attraktiv sind wie in der Verwaltung. Das liegt teilweise an den unsicheren Karrierewegen nach dem Hochschulabschluss, weil immer noch Männer bevorzugt werden, aber auch an tatsächlich entgrenzten und familienunfreundlichen Arbeitszeiten. Eine Ursache ist sicherlich auch die Tatsache, dass Frauen in den MINT-Fächern nicht die erforderliche Förderung und Unterstützung erfahren.“