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Fahrten zu Mahn- und Gedenkstätten müssen endlich kostenfrei werden

Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar erklärt die Vorsitzende der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Am 27. Januar, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus, jährt sich die Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz zum 75. Mal. Wir erinnern besonders an diesem Tag an die vielen Millionen Menschen, die unter   der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft entrechtet, verfolgt, gefoltert und ermordet wurden. Dem systematischen Morden des verbrecherischen Regimes fielen Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, politisch Andersdenkende, Homosexuelle, Menschen mit Behinderung und viele andere Männer, Frauen und Kinder zum Opfer.

Das Gedenken an den Holocaust muss zugleich Mahnung für die Gegenwart und die Zukunft sein. Wir müssen uns heute mit aller Kraft jeder Form von Antisemitismus entgegenstellen. Erinnern und Mahnen ist in einer Zeit, in der gegen Andersdenkende und Andersgläubige gehetzt wird und diese bedroht werden, wichtiger denn je. Dies ist in einer Zeit, in denen geistige Brandstifter ihr Unwesen treiben, Zwietracht und Hass sähen, wichtiger denn je.

Wir dürfen nicht zulassen, dass Ideologie und Sprache der Nationalsozialisten wieder Normalität werden. Wir müssen deutlich machen: Deutschland und Mecklenburg-Vorpommern sind friedlich, weltoffen und tolerant. Alle Demokratinnen und Demokraten sind gefordert, sich tagtäglich für eine freie, demokratische, menschliche und solidarische Gesellschaft einzusetzen. Dazu gehören insbesondere Aufklärung und Bildung als beste Präventionsstrategie gegen Intoleranz und Hass. Deshalb fordern wir heute erneut, dass die Fahrten von Schülerinnen und Schülern zu Mahn- und Gedenkstätten und anderen Orten der politischen Bildung kostenfrei sein müssen.“