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Erneuter Griff in die Trickkiste – Bankrotterklärung der Bildungspolitik

Zur Kürzung des Chemieunterrichts an Schulen erklärt die Vorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Simone Oldenburg:

„Erneut versucht Bildungsministerin Bettina Martin den Lehrkräftemangel zu kaschieren und die Zahl der offenen Stellen kleinzurechnen. Jüngster Griff in die Trickkiste: Den Schülerinnen und Schülern soll klammheimlich eine Wochenstunde Chemieunterricht geklaut werden.

Während die offizielle Ministeriumsstatistik 500 offene Stellen ausweist, sind es in der Realität weitaus mehr. Schätzungen gehen von mindestens 800 fehlenden Lehrkräften aus, denn in den zurückliegenden drei Jahren wurden an vielen Schulen rund 10 Prozent weniger Stunden zugewiesen. Lehrkräfte müssen mehr Schülerinnen und Schüler unterrichten und haben zugleich weniger Stunden zur Verfügung. Das kommt einer Bankrotterklärung der Bildungspolitik der Landesregierung gleich.

Obwohl sie stets betont, die Mint-Fächer stärken zu wollen, kürzt die Ministerin den Unterricht in den Naturwissenschaften. Dabei wird den Kindern und Jugendlichen nicht nur wertvolles Wissen vorenthalten. Ganz nebenbei sollen so 60 Lehrerstellen und 4,5 Mio. Euro eingespart werden.

Meine Fraktion fordert die Bildungsministerin auf, den Schülerinnen und Schülern den ihnen zustehenden Unterricht zu gewährleisten – statt weiterhin auf dem Rücken der Kinder den Landeshaushalt zu sanieren und mit immer neuen Tricks den Lehrermangel kaschieren zu wollen.“