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Digitale Gewalt, Hassreden und kommunales Engagement – ein Best-Practice-Ansatz für die Beratung Betroffener.

„Wenn engagierte Menschen verstummen, weil sie selbst oder ihre Familien bedroht werden, dann sind dies auch verbale Anschläge auf die demokratische Kultur im Lande! Worte des Hasses in den sozialen Netzwerken sind die Forken, Spieße und Brandfackeln, mit denen vor allem Neonazis und Rassisten um die ‚digitalen Häuserblocks‘ des Web 2.0 schwadronieren. – Wir alle sind aufgefordert, dem Hass den Stecker zu ziehen!“, appelliert Dr. Daniel Trepsdorf, Vorsitzender des Kulturausschusses der Landeshauptstadt Schwerin und Stadtvertreter der LINKEN.

Digitale Gewalt trifft nicht jede/n einzel­ne/n, aber uns alle. Denn wenn einzelne Menschen nicht mehr ihre Meinung sagen können, trifft das die ganze Gesellschaft: Eine gesunde Demokratie funktioniert nur, wenn sich alle im Netz sicher fühlen, am öffentlichen Diskurs teilzunehmen. Deswe­gen ist professionelle Unterstützung in der Notsituation wichtig, aber ebenfalls gilt es, die Täter/innen zur Verantwor­tung zu ziehen. Wir müssen Gerechtigkeit für alle und auf die Gefahren für die Gesellschaft aufmerksam machen.

 

Eine neue Broschüre gibt erste Einblicke und vermittelt Unterstützung.

Download unter: https://www.kf-st.de/fileadmin/lcmskfst/2021_Dokumente/HateAid_Broschuere_Digitale-Gewalt-im-kommunalen-Engagement_2020.pdf

 

Die Ergebnisse des Pilotprojektes von HateAid machen deutlich, dass kommunal Engagierte in den Partnerschaften für Demokratie in besorgniserregendem Ausmaß mit digitalen Anfeindungen im Netz konfrontiert sind. Angegriffen werden Menschen, die das Rückgrat unserer freiheitlich-demokra­tischen Grundordnung bilden, indem sie sich tagtäglich gegen Extremis­mus, Gewalt und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit sowie für die Entwicklung eines demokratischen Gemeinwesens einsetzen. Sie leisten einen Beitrag zur breiten politischen Partizipation und stärken eine aktive Zivilgesellschaft.

 

HateAid kann eine erste Anlaufstelle sein. Regional bietet auch das RAA-Regionalzentrum für demokratische Kultur in Ludwigslust Unterstützung an.  

HateAid ist eine der wenigen Beratungsstellen Deutschlands, die ausschließlich Betrof­fene von digitaler Gewalt unterstützt. Wir stellen uns dem orchestrierten Hass im Netz entgegen und wollen die Betroffenen stark machen. Dabei helfen wir allen, die selbst keinen Hass verbreiten – unabhän­gig von Nationalität, Hautfarbe, Religion, Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung, politischer Meinung und körperlicher Versehrtheit.

Informationen: www.hateaid.org