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75 Prozent für Krankenhäuser in öffentlicher Hand - Umfrage zur Zukunft des Gesundheitssystems auch in MV durchführen

75 Prozent wünschen sich Krankenhäuser in öffentlicher Hand – zumindest in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Das ergab eine Online-Umfrage des MDR im Sendegebiet.

Die Landesvorsitzenden der LINKEN, Wenke Brüdgam und Torsten Koplin, erklären dazu:

Es ist offenkundig, dass das Gesundheitssystem in Deutschland krankt. Einerseits zeigt Corona deutlicher denn je, wie wichtig ein leistungsfähiges öffentliches Gesundheitswesen ist. Andererseits sind an vielen Stellen seit etlichen Jahren Versorgungsmängel zu beklagen. Aktuelle Beispiele: Engpässe bei Krebsbehandlungen in Schwerin und Westmecklenburg oder die Schließung von Geburtenstationen an verschiedenen Krankenhausstandorten im Land.

Laut der Umfrage des Mitteldeutsche Rundfunks stehen sogar 80% einer privatwirtschaftlichen Ausrichtung der Kliniken skeptisch gegenüber. 50% der Befragten wollen mindestens den Status Quo der Krankenhauslandschaft halten, ein Drittel fordert mehr klinische Versorgung.

Wir halten es angesichts dieser deutlichen Bekenntnisse für Krankenhäuser in öffentlicher Hand für angebracht, auch die Meinung der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern zur Zukunft des Gesundheitssystems einzuholen.

Die, die am Ende auf flächendeckende gute medizinische Versorgung angewiesen sind, sollten auch hierzulande befragt werden. Der sensible Bereich der gesundheitlichen Versorgung muss den Bedarfen der Bevölkerung entsprechen und so aufgestellt sein, dass die Menschen im Mittelpunkt stehen. Das verlangt geradezu nach verstärkter Mitsprache und Einflussnahme auf die zukünftige Entwicklung.

Für uns als LINKE gilt: Gesundheit ist keine Ware. Wir wollen die beste gesundheitliche Versorgung für unser Land.

Die Erhebung sollte durch ein Meinungsforschungsinstitut oder eine Universität im Land durchgeführt werden.